
Innovation beginnt oft mit einer einfachen Frage: Warum das Beste wegwerfen? Bei der traditionellen Herstellung von Shoyu wird die Masse nach monatelanger Fermentation gepresst und nur die Flüssigkeit behalten; der Trester wird oft ausgesondert. Bei Fermentierra mahlen wir stattdessen alles zusammen. So entsteht die ungefilterte Shoyu-Creme, welche die Bestandteile der ganzen Saat bewahrt.
Das Kind von Soja und Buchweizen
- Grundlage: Sojabohnen und Buchweizen – unsere lokale, rustikale Note.
- Konsistenz: eine dicke, dunkelbraune Creme.
- Geschmack: tiefes, salziges Umami mit nussigen Noten des Buchweizens.
Der technische Vorteil: Proteasen
Shoyu-Creme enthält Proteasen, also Enzyme, die Proteine spalten. Wird Fleisch oder Tofu dünn bestrichen und 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank mariniert, kann sich seine Textur verändern und zarter werden. Die Creme ist damit eine aktive Marinade, nicht nur ein Aroma. Beim Anbraten bräunen ihre natürlichen Zucker rasch; überschüssige Marinade vorher abstreifen und vollständig durchgaren, wo dies für das Lebensmittel erforderlich ist.
Drei einfache Anwendungen
- Marinade: Fleisch oder Tofu bestreichen, 24 Stunden gekühlt ruhen lassen, grob abstreifen und in der Pfanne braten.
- Statt Salz: Sparsam in Suppen, Pilzpfannen oder Vinaigrettes verwenden – die Creme würzt und aromatisiert zugleich.
- Zum Schluss: Eine Messerspitze auf ein Spiegelei geben oder mit weicher Butter zu Radieschen mischen.
Der hohe Salzgehalt unterstützt die Haltbarkeit. Lagern Sie die Creme trotzdem immer nach den Angaben auf dem Etikett und verwenden Sie sauberes Besteck.
